Pressebericht des Polizeipräsidiums Unterfranken Callcenterbetrug – Täter erbeuten hohe Bargeldsumme – Kriminalpolizei sucht Zeugen
BAD NEUSTADT / SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Callcenterbetrüger haben am Donnerstag mit einer gängigen Betrugsmasche Bargeld erbeutet. Die Kriminalpolizei Schweinfurt ermittelt und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Am Donnerstagabend haben unbekannte Täter eine Rentnerin um ihr Erspartes gebracht. In einem Telefonat wurde der Dame vorgetäuscht, dass ihr Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hatte und er nun eine hohe Kaution bezahlen müsse.
Die Rentnerin glaubte dem Anrufer und übergab das Bargeld in Höhe einer mittleren fünfstelligen Gesamtsumme, gegen 19:00 Uhr, einem unbekannten Abholer an einem im Bereich ihres Anwesens in der Landsteinstraße. Der unbekannte Täter kann wie folgt beschrieben werden:
• Circa 170 cm groß
• circa 35 Jahre alt
• Schwarze Haare
• Trug dabei dunkle Kleidung
Wer die Abholung möglicherweise beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 09721/202-1731 mit der Kriminalpolizei Schweinfurt in Verbindung zu setzen.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
• Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
• Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
• Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
• Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
• Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
• Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG’ AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:
„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“
Unbekannte Täter öffnen gewaltsam 25 Garagen und ein Gartenhaus – Beuteschaden noch nicht bezifferbar – Kriminalpolizei Schweinfurt ermittelt und sucht Zeugen
HOHENROTH, LKR. RHÖN-GRABFELD. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag drangen Unbekannte in eine Vielzahl von Garagen und ein Gartenhaus ein. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen übernommen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.
In der Zeit von 00:30 Uhr bis 02:30 Uhr wurden im Ortsbereich Hohenroth nach derzeitigem Sachstand insgesamt 25 Garagen sowie eine Gartenhütte gewaltsam geöffnet. Die bislang unbekannten Täter verschafften sich Zutritt zu den Objekten und entwendeten diverse Gegenstände. Die Ermittlungen hinsichtlich der genauen Tatbeute sowie des daraus entstandenen Schadens stehen hier noch am Anfang sodass eine abschließende Aufzählung noch nicht möglich ist.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen übernommen und hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Die Ermittler wenden sich mit folgenden Fragen an mögliche Zeugen:
• Wer hat Beobachtungen im oben genannten Tatzeitraum im Bereich Hohenroth insbesondere im Bereich des Schlehenwegs machen können die Hinweise auf die Täter geben können?
• Wem ist ein größeres Fahrzeug im Ortsbereich aufgefallen welches sich verdächtig verhalten hat?
• Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?
Mögliche Zeugen werden gebeten sich unter Tel. 09721/202-1731 mit der Kriminalpolizei Schweinfurt in Verbindung zu setzten.
Gewässerverunreinigung aufgrund unsachgemäßer Düngung – Ermittlungsverfahren eingeleitet
MELLRICHSTADT, LKR. RHÖN-GRABFELD. Vergangenen Monat wurde bekannt, dass einzelne landwirtschaftliche Flächen nicht vorschriftsmäßig gedüngt worden sind. Das Problem dabei ist, dass hier durch ein Schaden für die Umwelt entstehen kann. Die Wasserschutzpolizei Schweinfurt hat Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer Straftat eingeleitet.
Im Februar 2025 ging beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt (AELF) eine Mitteilung ein, die über eine unsachgemäße Ausbringung von Gülle und Gärresten auf landwirtschaftlich genutzten Flächen informierte. Die Schweinfurter Behörde ging dem Hinweis umgehend vor Ort nach und konnte nach erstem Augenschein ahndungswürdige Umstände feststellen, die einen nicht fachgerechten Umgang mit Düngemitteln darstellten. Das durch die Fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft beim Landratsamt Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt a. d. Saale hinzugezogene Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen (WWA) stellte an mindestens zwei der gemeldeten Flurstücke eine erhebliche und nachhaltige Veränderung des Oberflächenwassers fest. Dies wiederum rief die Wasserschutzpolizei (WSP) der PI Schweinfurt auf den Plan: nach ersten Ermittlungen liegt der Anfangsverdacht einer strafbaren Gewässerverunreinigung durch Eintrag von Düngemitteln vor.
Was war geschehen: Die Minusgrade im Februar ließen gerade im höher gelegenen Landkreis Rhön-Grabfeld die Temperaturen bis unter -10° C fallen. Der Boden gefror großflächig. Auf diesen zugefrorenen Böden, die auch teilweise wassergesättigt waren, wurden nach derzeitigem Ermittlungsstand Gärreste aus einer Biogasanlage als Dünger aufgebracht. Diese konnten stellenweise nicht einsickern. Auch aufgrund der Tage später einsetzenden Niederschläge, wurde die Dünger auf dem abschüssigen Gelände in Richtung wasserführender Gräben und eines Bachlaufes abgeschwemmt und verunreinigte diese nachweisbar und nachhaltig. Letzteren, als Umweltstraftat zu ahndendem Tatbestand, verfolgt nun die WSP Schweinfurt in ihren Ermittlungen, in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt, dem AELF SW und dem WWA KG unter Beteiligung des LRA Rhön-Grabfeld.
Die rechtlich möglichen Folgen dieses umweltschädigenden Verhaltens sind Freiheitsstrafen von bis zu 5 Jahren oder eine Geldstrafe. Der Verstoß gegen die Düngeverordnung bedeutet ein mögliches Bußgeld von bis zu 150.000 EUR.
Zusätzlich werden Agrarbeihilfen wegen Konditionalitätsverstößen (Konditionalität: Einhaltung von Vorschriften in den Bereichen Klima und Umwelt, öffentliche Gesundheit und Pflanzengesundheit sowie Tierschutz) gekürzt bzw. einbehalten.
Weitere Zeugenaufrufe
Polizeiinspektion Bad Brückenau
BAD BRÜCKENAU, LKR. BAD KISSINGEN. Am Mittwoch gegen 21:00 Uhr wurde in der Unterhainstaße ein geparkter grauer Skoda Fabia beschädigt. Der Schaden am Kotflügel vorne links wird auf circa 500 Euro geschätzt. Den ersten Erkenntnissen nach sollen zur genannten Tatzeit mehrere Personen durch die Unterhainstraße gelaufen sein und Mülltonnen verschobenen und umhergeschleudert haben.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Bad Brückenau unter Tel. 09741/606-0 entgegen.